St. Galler Tagblatt / 20. Juli 2009

Trockene Nacht zum Jubiläum

Dass Petrus kein Siebenschläfer ist, hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt. Als Geburtstagsgeschenk zum zehnjährigen Bestehen konnte man demnach den Samstagabend betrachten: Es regnete nicht. Die einzigen Tropfen, die von oben kamen, war die Gischt des Wasserfalls im Eingangsbereich. Beleuchtet mit farbigen Scheinwerfern, bildete er den magischen Eingang in die Siebenschläferwelt im Waldstück in der Bilche.

Während zehn Tagen haben die Organisatoren Pius Angehrn sowie Nicole und Ralf Eberle mit ihren zahlreichen Helfern eine kleine Stadt aus dem Waldboden gestampft.

Zahlreiche Besucher belohnten den Aufwand am Samstagabend mit ihrem Erscheinen. «Es werden wohl gegen die 3000 Besucher kommen im Laufe der Nacht», schätzt Pius Angehrn: Eine ausverkaufte Siebenschläferstadt.

Viele Besucher kommen Jahr für Jahr. So auch die beiden 32- und 33jährigen Frauen aus Luzern und dem Fricktal. «Wir waren schon fünf- bis sechsmal hier, das ist jeweils unser Frauenabend.» Ehemänner und Kinder müssen daheim bleiben, während die Mamis auf den Putz hauen. «Es ist so gemütlich hier.» Die Stimmung und die Kulisse gefallen ihnen am besten.

Die beiden Freundinnen gehören bereits eher der älteren Generation Siebenschläfer an. Ein Grossteil der Besucher ist schätzungsweise zwischen 18 und 25 Jahren alt. Dementsprechend ist auch das musikalische Programm am Samstag. Mit Container 6 und Clever haben die Organisatoren junge Bands engagiert. Während auf der Hauptbühne die Bässe aus den Boxen dröhnen, spielt sich auf der zweiten Bühne ein beinahe noch ohrenbetäubenderes Spektakel ab: Die Sport-Holzfäller der «Stihl Timbersports» zeigen in einer Show ihre verschiedenen Disziplinen. Highlight der Darbietung ist die 70-PS-Motorsäge, welche die Herzen des Publikums höher schlagen lässt. «Schon länger haben wir uns die Show gewünscht und zum Zehnjährigen haben wir sie uns geleistet», sagt Pius Angehrn.

Insgesamt ist er sehr zufrieden mit der Jubiläumsparty. «Wir hatten keine nennenswerten Zwischenfälle. Es hat alles geklappt.»

St. Galler Tagblatt / 20. Juli 2008

Heftiger Regen, deftiger Humor

Während es am Samstagabend an der Siebenschläferparty trocken blieb, so wurden am Freitagabend die Besucher des Waldhumorfestivals mit heftigen Regenfällen, aber auch mit Pointen dreier unterschiedlicher Komikerduos eingedeckt.

Jeanette Herzog / Manuel Nagel

Amriswil. Zwischen «Tanna-Bar» und «Kafi-Bar» tummelten sich am Freitagabend 1200 Personen im Bilcheholz. Grund für die vergleichsweise geringe Population an Siebenschläfern war das Wetter.

Hardcore-Siebenschläfer

«Am Freitag war es grausig kalt. Wir waren happy, dass trotz Dauerregens mehr als 1000 Leute gekommen sind», sagt Pius Angehrn. «Das waren wohl die Hardcore-Siebenschläfer», fügt er lachend bei.

Matschig sei der Waldboden dank 150 Kubikmetern Holzschnitzel zwar nicht geworden, am Samstagmorgen jedoch habe das Gelände nicht mehr einladend ausgesehen. Kurzerhand hätten sie weitere 40 bis 50 Kubikmeter Schnitzel gestreut, so dass am Samstag nicht zu erahnen war, was der Regen am Vorabend angerichtet hatte.

Trotz der heftigen Regenfälle darf aber auch der Freitagabend als gelungen bezeichnet werden. Massgeblich dazu beigetragen haben die sechs Komiker, welche das Publikum begeisterten.

Glitschiger Boden

Den Anfang machte das Duo Handundstand. Lukas Külling und Mäse Brunner stritten sich um die Gunst des Publikums und dessen Applaus, doch der wurde beiden gleichermassen zuteil. Ein kleines Stückchen vom Applauskuchen durfte sich auch noch Hansueli aus Dozwil abschneiden, der kurzerhand für eine akrobatische Übung auf die Bühne geholt wurde. Für das Akrobatik- und Comedy-Duo war jedoch der vom Regen nass gewordene Bühnenboden ein Problem. Eine komische Bruchlandung bei einer Akrobatikübung dürfte nicht ganz freiwillig stattgefunden haben. Verletzt hat sich aber niemand.

Im Anschluss unterhielt das Duo Messer und Gabel mit den Erlebnissen zweier Appenzeller auf einer Kreuzfahrt, oder einer katholischen Schiffsreise, wie diese von den beiden genannt wurde. Mit ihren teilweise deftigen Witzen hatten Rolf Kern und René Sulser die Lacher auf ihrer Seite.

Zwei halbe Geigen und Ballons

Einen ganz anderen Humor präsentierte zum Abschluss des Waldhumorfestivals die microband. Luca Domenicali und Danilo Maggio zeigten eindrucksvoll auf, dass zwei Musiker auf je einer halben Geige durchaus ein ganzes Musikstück spielen können.

Und weil die beiden Italiener grad keine richtigen Trommeln zur Hand hatten, halfen sie sich mit Ballons aus. Hinter den Komödianten aus Bologna steckten jedoch auch virtuose Musiker, die auf unzähligen Instrumenten ihr Können zum besten gaben.

St. Galler Tagblatt / 11. Juli 2008

Party dank und trotz Sturm

Die «verrückteste Party, seit es Tannen gibt», feiert den 10. Geburtstag. Das OK der Siebenschläferparty ist stolz darauf, aus einer Idee eine der bestfrequentierten Parties im Thurgau gemacht zu haben. Staunend blickt es zurück.

Rita Kohn

amriswil. Nächstes Wochenende verwandelt sich der Wald in der Bilche wieder in eine Festhütte: Die Siebenschläfer laden zur Party ein. Dies bereits zum zehnten Mal. Das dreiköpfige Organisationsteam hofft auf gutes Wetter. «Es wäre an der Zeit, dass es wieder einmal richtig schön und warm wäre», schmunzelt Nicole Eberle. Ein Blick zurück zeigt, dass die Siebenschläferparty nicht immer vom Wetterglück profitieren konnte.

Doch trotz verschiedener Tiefen und Höhen war es für das OK schnell einmal klar, dass die Siebenschläferparty zur Tradition werden sollte.

Sturm Lothar macht's möglich

Als das OK zum ersten Mal zur Siebenschläferparty einlud, hatte es bescheidene Vorstellungen. 300 bis 500 Partygäste sollten es werden. Doch im Waldstück auf der Bilche, das in den Weihnachtstagen 1999 vom Sturm Lothar verwüstet worden war, tummeln sich am 21. und 22. Juli 2000 rund doppelt so viele Leute. Die Organisatoren sind begeistert und stellen eine Wiederholung in Aussicht. Und das Tagblatt titelt am 24. Juli 2000: «Sturm Lothar macht's möglich.»

Tanzen, bis die Tannen wackeln

Es hatte sich schnell herumgesprochen, dass die Siebenschläferparty ein Erfolg war. So strömen zur zweiten Ausgabe noch mehr Besucherinnen und Besucher ins Bilcheholz. Am Freitag, 20. Juli 2001, sind es trotz schlechtem Wetter über 800 am Samstag, 21. Juli 2001, dann gar über 1000 Gäste. 70 Helferinnen und Helfer kümmern sich um deren Wohl. Und einheimische Bands haben die Guggenmusiken vom ersten Anlass abgelöst: So wird ausgelassen gefeiert, und das Tagblatt titelte am 23. Juli 2001 über die zweite Party: «Tanzen, bis die Tannen wackeln.»

Alles andere als einschläfernd

Eine neue Saftbar, ein neues Zahlungssystem via Bon-Karten und ein grösseres Areal: Die Organisatoren haben sich für die dritte Party einiges einfallen lassen. Der Erfolg bleibt nicht aus, es herrscht Grossandrang, und Pius Angehrn spricht zum ersten Mal davon, dass sich die Party als fixer Termin etablieren könnte. Die Stimmung ist so gut, dass das Tagblatt am 22. Juli 2002 den Titel setzt: «Alles andere als einschläfernd.»

Kein Auge zugemacht

Aus allen Nähten platzt die Siebenschläferparty bereits bei der vierten Auflage. Am Samstag ist das Areal ausverkauft, unzählige Besucher müssen schon in Hagenwil kehrtmachen. Und nun bestätigt auch OK-Mitglied Nicole Eberle: «Ja, es gibt eine Fortsetzung.» Das überglückliche, aber auch übernächtigte OK gibt auf den 21. Juli 2003 Anlass zur Tagblatt-Schlagzeile: «Siebenschläfer machte kein Auge zu.»

Sturm bricht Party ab

Bei der fünften Auflage der Party kommt es zum Rückschlag. Innerhalb weniger Minuten fegt ein gewaltiger Sturm am frühen Samstagabend das Festgelände leer, 600 Personen müssen gehen. Die Kassen bleiben leer, die Organisatoren schreiben rote Zahlen. In die Erleichterung, dass niemand zu Schaden gekommen ist, mischt sich Frust und Erschöpfung. Die Tickets werden zurückgekauft, es bleibt Katzenjammer bei den Organisatoren, aber vielseitige Bewunderung bei den Gästen. Diese schätzen die grosszügige Rückerstattung und versprechen: «Wir kommen wieder.» Das gibt Hoffnung. Das OK steht zusammen und erklärt, dass es weitergehen wird. So meldet das Tagblatt am 22. Juli 2004: «Auch im nächsten Jahr eine Siebenschläferparty.»

Nur die Schweissperlen tropften

Beste Bedingungen und zweimal ein volles Gelände entschädigen ein Jahr später das OK. Zweimal ausverkauft, melden die Veranstalter und freuen sich über das Wetterglück. Die Logistik ist gefordert, das Helferteam auch. So schreibt das Tagblatt am 23. Juli 2005: «Nur die Schweissperlen tropften.»

Zweimal Full House

Ein Jahr später wird nachgedoppelt. Die zwei lauen Sommernächte ziehen über 5000 Menschen an, und sowohl am Freitag als auch am Samstag müssen Besucher zurückgewiesen werden. Was das Publikum nicht wusste: Dem OK war am Samstagnachmittag der Schreck in die Glieder gefahren, als sich eine Gewitterwolke über dem Gelände türmte. Doch es bleibt bei der Wolke, der Sturm verzieht sich. Und so meldet das Tagblatt am 24. Juli 2006: «Zweimal Full House.»

Schlechtes Wetter gibt es nicht

Nach so viel Glück mussten die Organisatoren ein Jahr später einstecken: Regen setzte der Party zu. Dennoch kamen Hunderte, und die Organisatoren, die mit zusätzlichen Zelten dafür gesorgt hatten, dass die meisten Gäste von oben trocken blieben, waren zufrieden. Pius Angehrn meinte im Tagblatt vom 23. Juli 2007: «Schlechtes Wetter gibt es nicht».

Siebenschläfer sind wasserfest

Als wolle das Wetter die Aussage des OKs überprüfen, strömte der Regen auch bei der neunten Auflage der Party. Dennoch war das Gelände zweimal weitgehend ausverkauft. Und so schrieb das Tagblatt am 21. Juli 2008: «Siebenschläfer sind wasserfest.»

St. Galler Tagblatt / 11. Juli 20089
WÖRTLICH

Völlig blauäugig

Am Anfang war ich völlig blauäugig, gerade was das Programm betrifft. Gestartet haben wir mit Guggenmusik und einem DJ, heute setzen wir auf Live-Bands und Show Acts. Wir konnten viele Künstler mit dem «Siebenschläfer-Virus» infizieren. Diesen direkten Kontakt schätze ich. Der hilft uns aber auch im Sponsoring weiter. Hier ist es etwas einfacher geworden, die Siebenschläfer-Party hat einen Namen, und wir können meist auch auf eine langjährige Zusammenarbeit bauen. Die Besucher stellen heute ganz andere Anforderungen an uns, wir bieten mehr als am Anfang.

St. Galler Tagblatt / 21. Juli 2008

Siebenschläfer sind wasserfest
Regenschauer konnten Partygäste nicht abhalten – Zweimal ausverkauftes Gelände
Party zwischen Baumstämmen: Die Siebenschläferparty erwies sich am Wochenende ein weiteres Mal als Publikumsmagnet. Bilder: Michel Canonica

AMRISWIL. «Die verrückteste Waldparty, seit es Tannen gibt» feierte auch dieses Jahr trotz vereinzelten Regenschauern mit Full House an beiden Abenden.
Michèle Häni

Immer mehr Autos reihten sich aneinander und die Schlange vor der Kasse wurde länger und länger. Einige Leute mussten sogar zurückgewiesen werden. Das Bilcheholz war am Freitag und Samstag ausverkauft. Glücklich sein konnte, wer sein Ticket bereits im Vorverkauf ergattert hatte. Am Samstag wurde ab 22 Uhr niemand ohne Ticket mehr zum Festgelände hochgelassen.
Gegen Regen gewappnet

Froh sein konnte, wer zur Sicherheit Regenschirm und wasserfeste Schuhe dabei hatte. Denn am Freitag und auch Samstag kam es zu vereinzelten Regengüssen. «Wir haben mit Regen gerechnet und waren gewappnet», so Organisator Pius Angehrn. Sah es erst noch nach sternenklarem Himmel aus, drängten sich auch am Sasmtag immer mehr Leute unter die Festzelte, um sich vor der Nässe zu schützen.
Hits von früher

Für Stimmung sorgte auch dieses Jahr ein packendes und abwechslungsreiches Programm. Verschiedene DJs, Coverbands und Tanzeinlagen brachten das Volk in Partystimmung. Jongleur Firebird faszinierte das Publikum mit seiner Diabolo-Show, Livebands wie Flipchart oder Supercross brachten die Leute mit Hits von früher und heute zum Tanzen und Mitsingen.
Friedliches Feiern im Wald

Unter den Bäumen des Bilcheholz herrschte eine friedliche Atmosphäre. «Organisatorisch ist alles reibungslos verlaufen, es gab keine Zwischenfälle», so Organisator Pius Angehrn. Trotz dem ganzen Stress geniesse er die Party in vollen Zügen: «Ich liebe das Organisieren und das ständige Unterwegssein!» Dies bestätigte auch die Polizei, die zwar auf dem Festgelände patrouillierte, aber keine Einsätze leisten musste.
Nächstes Jahr Jubiläum

Die neunte Siebenschläferparty war ein Volltreffer, Gäste und Veranstalter kamen dabei auf ihre Kosten. Ob man nächstes Jahr, dem Jubiläumsjahr, noch mehr Besucher erwarte? «Die Kapazität des Areals ist bereits jetzt völlig ausgeschöpft, es wird keinen Platz für noch mehr Partygäste geben», erklärt Organisator Pius Angehrn. Wie das 10-Jahr-Jubiläum genau aussehen wird, wisse man noch nicht, doch es werde bestimmt ein spezielles Fest werden, stellt der Gründer der Siebenschläferparty in Aussicht.


St. Galler Tagblatt / 17
. Juli 2008

Aufwand immer grösser

Um die Party auch bei trübem Wetter zu einem Erlebnis werden zu lassen, stellen die Organisatoren der Siebenschläferparty eine immer bessere Infrastruktur zur Verfügung. Damit wächst der Aufwand für den Bau.
Rita Kohn

«Wir haben auf das Sonntagsprogramm nun ganz verzichtet», sagt Organisator Pius Angehrn. Dieser Entscheid habe wenig damit zu tun, dass es je nach Wetterlage schwierig ist, die Leute zu einem Besuch des Sonntagsprogramms im Walde zu motivieren. «Wir brauchen den Sonntag inzwischen ganz, um das Festgelände zu räumen», erklärt er. Denn mit der Bekanntheit der Siebenschläferparty sind auch die Ansprüche an die Party gewachsen. So bleiben bei unsicherem Wetter Partygäste zu Hause, obwohl das OK in den letzten Jahren einiges dafür getan hat, dass niemand im Regen stehen bleibt. Auch dieses Jahr sollen zusätzliche Bedachungen für einen trockenen Sommerspass sorgen.
Ticketpreise angepasst

Erstmals musste auch der Ticketpreis leicht angepasst werden. «Wir hatten die Möglichkeit, die Getränkepreise zu erhöhen oder den Ticketpreis», so Pius Angehrn. Nach verschiedenen Gesprächen habe man sich entschieden, die Getränkepreise zu belassen und nur den Eintritt minimal zu erhöhen. «Wir sind aber immer noch günstig», versichert Angehrn. Die Anpassung sei nötig geworden, weil nicht nur die Einkaufspreise für Lebensmittel steigen, sondern auch die Kosten für die Technik und insbesondere die Kosten für den Treibstoff, mit dem die Stromgeneratoren betrieben werden, massiv höher zu Buche schlagen. Da die Zahl der Besucherinnen und Besucher vom vorhandenen Platz her beschränkt bleibt, können die Mehrkosten nicht durch eine grössere Menge wettgemacht werden.
Coverband eingeladen

Eine leichte Änderung erlebt auch das Programm. So wird am Samstagabend mit «Supercross» erstmals eine klassische Coverband zur Unterhaltung beitragen. Mit «Supercross», «Firebird» und «Flipchart» hat das OK zudem auf heimische Bands gesetzt, kommen sie doch grösstenteils aus der näheren Region. DJ Brand-Lee soll dabei für die richtige Mischung sorgen.

Auf Show wird am Freitag gesetzt, dann wird die Tanzgruppe Joyfull Elements eine besondere Show bieten, während «Booze» als Zürcher Mundart-Rockband neben «Dirty Bastards» den musikalischen Teil bestreiten wird. Auch hier sorgt ein DJ für den passenden Mix, am Freitag steht aber DJ Greg im Einsatz.

St. Galler Tagblatt / 5. Juni 2008

Siebenschläferparty während zweier Tage

Zwei statt drei Tage, aber ein abwechslungsreiches Programm: So präsentiert sich die Siebenschläferparty in diesem Jahr. Am Wochenende vom 18. und 19. Juli wird die Bilche zur Open-Air-Festhütte.
rita kohn

Wenn am Montag, 9. Juni die Vorverkaufsstellen in Amriswil und Umgebung die Tickets für die diesjährige Siebenschläferparty auflegen, werden viele Vorbereitungen für den Anlass in der Bilche schon erledigt sein. Denn das Team um Pius Angehrn, Nicole Eberle und Ralph Eberle ist schon seit Wochen dabei, die Party aufzugleisen. «Die Arbeiten werden immer umfangreicher», bestätigt Pius Angehrn. Auch die Kosten seien jedes Jahr gestiegen und hätten nun einen Punkt erreicht, an dem mit den Eintrittspreisen nachgezogen werden müsse. «Tickets gibt es neu um 18 Franken», sagt Angehrn. Dafür habe man aber die Getränkepreise auf dem bisherigen Niveau belassen.
Zweimal ausverkauft

Natürlich hoffe man darauf, dass die Party zweimal ausverkauft sei, das heisst, dass sowohl am Freitag als auch am Samstag 3000 Eintritte abgesetzt werden können. Realistisch ist dies nicht nur bei schönem Wetter. Denn im letzten Jahr hat sich gezeigt, dass mit Zelten und Überdachungen auch bei Regenwetter Party gefeiert werden kann. Sei jedoch schönes Wetter angesagt, so wären die Tickets schon Tage vor dem Anlass ausverkauft, sagt Pius Angehrn. Für die Organisatoren bedeutet dies, dass die Zufahrt zur Bilche nur noch jenen gestattet ist, die Tickets vorweisen können.
Livemusik und Coverband

Mit einem nahezu unveränderten Konzept soll Partystimmung garantiert werden. Sowohl am Freitag als auch am Samstag sind auf der Bühne Live-Auftritte zu erleben, beide Abende wird es auch spezielle Show-Elemente geben. Einen neuen Weg geht die Siebenschläfer-Party allerdings hinsichtlich Bands: So sind nicht nur Newcomer oder bekanntere regionale Bands im Programm, es wird erstmals auch eine reine Coverband zu erleben sein. «Wir möchten wissen, wie das Publikum auf diese reagiert», sagt Pius Angehrn. Nicht fehlen werden die bekannten DJs. Verzichten müssen die Gäste allerdings auf das Sonntagsprogramm: Dieses fällt aus organisatorischen Gründen weg.

St. Galler Tagblatt / Montag, 23. Juli 2007 

Ausgelassene Stimmung an der Siebenschläferparty.

«Schlechtes Wetter gibt es nicht»

Trotz Regen lockte die Siebenschläferparty auch in diesem Jahr wieder Zahlreiche auf das Bilcheholz

Amriswil. Regen hin oder her – auch bei der achten Auflage der Siebenschläferparty feierten zahlreiche Leute dort, wo sich normalerweise Fuchs und Hase gute Nacht sagen.

Katja Fitze

«Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Kleidung», so Organisator Pius Angehrn. Regenschirme waren somit das Accessoire des Abends und Oberteile mit Kapuzen der inoffizielle Dresscode. Und selbst die Damen tauschten ihre Stöckelschuhe noch kurzerhand gegen ein weniger elegantes, dafür aber wasserfestes Schuhwerk ein.

Frisuren, die stundenlang vor dem Spiegel zurecht gezupft und gefönt wurden, sahen trotz viel Haarspray und Gel innert weniger Minuten wieder wie «Frisch-aus-der-Dusche-kommend» aus. Doch wer durch Modezeitschriften blättert, dem fällt auf, dass dieser so genannte «Wet-Look», was übersetzt aus dem Englischen so viel wie «Nass-Aussehen» bedeutet, total angesagt ist. So störte es das Partyvolk denn auch kaum, dass Petrus nach einer geradezu herrlichen Sommerwoche pünktlich zur Siebenschläferparty die Regenschleusen öffnen liess.

Angereist von überall her

Auf den Wiesen um das Bilcheholz reihten sich bereits um zehn Uhr die Autos, angefahren aus allen Teilen der Region, eng aneinander. Und je später man kam, umso weiter wurde auch der Weg vom Parkplatz zum Eingang der Siebenschläferparty und umso länger reihte sich die Schlange vor der Kasse.

«Wottsch under min Schirm?»

Nach einem ersten heftigen Regenguss kurz nach Türöffnung um 20 Uhr wechselten sich die trockenen Abschnitte mit den nassen am Samstag fast so schnell ab wie die Rhythmen, die von DJ Fruchtzwerg aufgespielt wurden.

Die am Samstagmorgen zusätzlich aufgestellten Zelte waren immer voll besetzt, und hin und wieder ein Ellbogen im Rücken, eine nasse Jacke im Gesicht oder ein fremder Fuss auf dem eigenen waren unumgänglich. Wem das dann doch zu eng war, der suchte sich eine nette Begleitung mit Schirm und machte es sich woanders gemütlich. «Wottsch under min Schirm», war somit auch die Kennenlernstrategie des Abends, und wer weiss, wie viele neue Pärchen sich unter einem Schirm gefunden haben.

Akrobatik zwischen den Ästen

Wie jedes Jahr boten die Organisatoren wieder ein reich befrachtetes Programm. Verschiedene DJs, Tanzeinlagen und eine Modenschau brachten Abwechslung. Für viele «Ahs» und «Ohs» sorgte am Samstag kurz vor Mitternacht das Duo The Twins. Die beiden Akrobatinnen Corinne Mathis und Sandra Diebold versetzten die Zuschauer mit ihrer akrobatischen Darbietung zwischen den Bäumen des Bilcheholzes in Staunen.

Kein Sonntagsbrunch

Wer genug lange durchhielt und bis in die frühen Morgenstunden das Tanzbein zu schwingen vermochte, der konnte in den letzten Jahren jeweils direkt zum Sonntagsbrunch antreten. Dieses Jahr musste dieser jedoch aufgrund der unsicheren Witterung abgesagt werden.

 

Befragt Pius Angehrn OK-Chef

Fast ausverkauft trotz Regen

Was für Vorkehrungen wurden angesichts der unsicheren Wetterlage getroffen?

Es wurden am Samstagmorgen noch zusätzliche Zelte aufgestellt, sofern noch ein Plätzchen gefunden werden konnte.

Wie sieht es mit den Besucherzahlen aus?

Wir geben keine Besucherzahlen bekannt. Am Samstag waren wir jedoch nahezu ausverkauft und auch am Freitagabend durften wir zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf dem Bilcheholz empfangen. Dies ein sehr gutes Resultat bei diesem Wetter. Ich konnte es fast nicht glauben, dass die Leute trotzdem kommen und die Stimmung auch bei teilweise fast strömendem Regen so phänomenal gut ist.

Können Sie trotz des Organisierens die Party auch ein wenig geniessen?

Sowieso. Ich geniesse die beiden Abende immer. Es macht mir jedes Mal riesig Spass.

Dies ist nun die bereits achte Siebenschläferparty, kommt bald die letzte?

Die Siebenschläferparty wird weitergehen, sie ist schon fast zu einer Institution geworden. Wann die letzte sein wird, weiss noch niemand. (kfi)

St. Galler Tagblatt / Donnerstag, 19. Juli 2007

«Wir hoffen, dass es trocken bleibt»

Rund eine Woche ist ein Bautrupp aus 15 Leuten dabei, das Waldgelände in der Bilchen auf die Siebenschläfer-Party vorzubereiten. Ralph Eberle, Bauchef, erzählt, wo die Probleme liegen und wo Bewährtes wieder in den Einsatz kommen kann.

Herr Eberle, wie viele Stunden wenden Sie auf, um das Gelände vorzubereiten?

Ralph Eberle: Seit Samstag bin ich täglich zwischen 12 und 14 Stunden unterwegs. Dazu kommen noch viele Stunden im Vorfeld, besonders dann, wenn etwas neu geplant und gebaut werden muss.

Das ist ein enormer zeitlicher Aufwand, den Sie und Ihre Bautruppe hier betreiben. Wie viele Leute braucht es, um alles rechtzeitig bereit zu haben?

Eberle: Insgesamt sind 15 Personen im Einsatz. Fertig aufgestellt haben wir die Bauten am Donnerstag. Am Freitag müssen dann noch die letzten Einrichtungsarbeiten vorgenommen werden.

Was haben Sie bis Donnerstag denn alles errichtet?

Eberle: Wir haben insgesamt acht Bars aufgestellt, rund 1200 m² Flies verlegt und mit Holzschnitzeln eingedeckt, Bühnen und Tanzflächen gebaut, aber auch die Infrastruktur, also Einzäunung, notwendige Zelte, Eingangsbereich etc. sind fertig.

Können Sie das alles aus einem Depot beziehen oder muss das immer wieder neu aufgestellt werden?

Eberle: Etwas weniges ist jeweils eingelagert und kann wieder hervorgeholt werden. Das meiste aber muss neu gebaut werden. Das heisst, dass wir uns schon sehr früh darum kümmern müssen, dass das notwendige Material vorhanden und der Wald aufgeräumt ist.

Was meinen Sie damit, den Wald aufräumen?

Eberle: Wir lesen die Äste zusammen und schneiden, wo nötig, die Baumstrünke bodeneben ab, damit sie nicht zu einer Stolperfalle für das Publikum werden können.

Aber Sie sind ja jedes Jahr am gleichen Ort. Wieso fallen diese Arbeiten noch immer an?

Eberle: Es werden eben immer wieder Bäume gefällt. Dabei wird dann jeweils ein kleiner Strunk stehen gelassen, den wir wegschneiden müssen.

Also ist es recht aufwendig, den Wald in eine Party-Arena zu verwandeln?

Eberle: Ja, schon. Hier ist alles uneben, das heisst, es braucht grosse Anpassungsarbeiten. Ausserdem müssen wir das ganze Gelände gut schützen, so dass die vielen Leute keinen Schaden anrichten.

Apropos Schaden: Ist es schwierig, vom Eigentümer die Genehmigung für die Party in diesem Waldstück zu bekommen?

Eberle: Nein, wir hatten gar nie Probleme damit. Er ist uns sehr wohl gesonnen und wohl auch froh, dass wir den Wald aufräumen. Es kommen nämlich auch ausserhalb der Siebenschläfer-Party viele Leute hier herauf und sie lassen so einiges liegen. Das räumen wir alles mit auf.

Ein Teil des Geländes wird bei schlechtem Wetter auch überdacht. Wie viel?

Eberle: Wir lassen so viel wie möglich frei. Wenn schlechtes Wetter angekündigt ist, werden wir etwas mehr überdachen, bei gutem Wetter möglichst wenig.

Wann fällt der Entscheid?

Eberle: Spätestens am Donnerstag müssen wir wissen, ob und wie viele Zelte wir noch aufstellen müssen. Aber auch bei gutem Wetterbericht kann es durchaus einmal unerwartet Regen oder Gewitter geben.

Wie sieht es denn dieses Wochenende aus?

Eberle: Soweit mir bekannt ist, dürfte es warm sein, mit Abendgewittern. Eben so, wie damals, als der Sturm das Festgelände verwüstete und wir den Abend kurzfristig abbrechen mussten.

Machen Sie sich Sorgen?

Eberle: Wir hoffen halt, dass das Gewitter, sofern es denn überhaupt eines gibt, an uns vorbeizieht und es möglichst trocken bleibt.

Sind alle Bars geschützt?

Eberle: Fast alle. Die Caipirinha-Bar zum Beispiel ist über einen kleinen Bach gebaut. Sobald es regnet, werden wir jenen Teil des Areals abtrennen und die Bar schliessen. Wenn der Regen wieder vorbei ist, wird die Bar wieder geöffnet.

Wir sprechen jetzt von Regen, momentan setzt aber doch eher die grosse Hitze den Leuten zu…

Eberle: Im Wald ist es immer etwas kühler als anderswo. Und abends kühlt es ja auch recht gut ab. Wir fürchten uns also nicht vor Überhitzung. Sollte trotzdem etwas passieren, haben wir die Sanität auf dem Platz, die sich mit solchen Dingen auskennt und sofort reagieren kann.

Gerade ist ein Festwochenende im Thurgau zu Ende gegangen, über 100 000 Menschen gingen zum Open Air in Frauenfeld. Ist die Siebenschläfer-Party davon tangiert, dass das Open Air so spät stattfand?

Eberle: Das kann ich mir nicht vorstellen, nein. Wir haben ein ganz anderes Publikum vor Augen, als es das diesjährige Open Air hatte. Ausserdem ist die Veranstaltung anders konzipiert.

Rechnen Sie mit vollem Haus bzw. Waldstück?

Eberle: Ich habe keine Ahnung, wie viele Leute kommen werden, das gehört nicht ganz in mein Metier. Erfahrungsgemäss nimmt der Vorverkauf jeweils am Mittwoch zu, sobald die Wetterprognosen eher trockenes Wetter verkünden.

Wann ist für Sie persönlich die Siebenschläfer-Party 2007 vorbei?

Eberle: Am Montag sind alle Bauten aus dem Wald verschwunden und das Gebiet sieht wieder fast so aus, wie bevor wir die Party gefeiert haben. Am Dienstag sind dann alle Teile in den verschiedenen Depots verstaut. Dann ist der grösste Brocken vorbei.

Interview: Rita Kohn

St. Galler Tagblatt / Freitag, 13. Juli 2007

Cindy Wetter ist Stammgast 

«Mein erster Caipirinha»

Die 28-jährige Maschinenzeichnerin Cindy Wetter erklärt, weshalb sie noch keine einzige Siebenschläferparty ausgelassen hat.

Frau Wetter, Sie waren bisher jedes Jahr an der Siebenschläferparty – sieben Jahre, ist es noch nicht langweilig?

Cindy Wetter: Nein, es ist immer noch cool. Es ist ja nicht jedes Jahr das Gleiche: Es hat immer ein anderes Programm und man lernt wieder neue Leute kennen.

Womit hat die Siebenschläferparty Ihre Treue verdient?

Wetter: Man fährt in den Wald, kommt zu diesem Ort, sieht die Lichter an den Bäumen und die Einrichtung im Waldhüttenstil. Das ergibt eine einmalige Atmosphäre – ich bin gerne in der Natur. Ausserdem lernt man nicht nur neue Leute kennen, man trifft auch die alten wieder. Letztes Jahr habe ich eine Kollegin getroffen, die ich schon sieben Jahre nicht gesehen habe. Deshalb gehe ich freitags und samstags – und wenn ich nicht zu müde bin, auch zum Sonntagsbrunch.

Ist das nicht anstrengend?

Wetter: Es ist ja nur einmal im Jahr, aber ich merke es schon immer mehr. Ich bin ja auch nicht mehr die Jüngste an der Party.

Was hat sich verändert seit Ihrem ersten Besuch an der Siebenschläferparty?

Wetter: Das Programm wurde immer abwechslungsreicher: Es kamen alle möglichen Shows dazu, Bands, Modeschauen. Besonders gefällt mir aber die Caipirinha-Bar, die ist recht neu. Das Publikum wird aber immer jünger – oder vielleicht werde ich nur immer älter.

Was war der programmliche Höhepunkt bisher?

Wetter: Am meisten gefallen haben mir die Turner am Barren, mit den Matrosenkleidern, die waren sehr gut. Die Modeschauen finde ich auch immer toll. Sogar die Bands sind immer wieder eine gute Auflockerung, obwohl ich gar kein Rockfan bin.

Gabs auch mal was Negatives?

Wetter: Kleine Reibereien sieht man leider schon. Ich finde es schade, dass das immer sein muss, es soll doch ein Fest sein. Zum Glück wird das immer schnell geklärt. Ich bin auch kein Fan von DJ Reto Scherrer. Der schnorrt zu viel, und er macht dauernd diese Stilbrüche. Aber der spielt ja zum Glück nicht immer.

Im Jahr 2004 musste die Party wegen eines Sturms abgebrochen werden. Waren Sie dort?

Wetter: Wir waren noch nicht da, als wir die schwarzen Wolken sahen. Wir wollten noch etwas abwarten, das Wetter könnte ja doch besser werden. Leider folgte stattdessen Hagel und Sturm – und damit der Abbruch der Party. Sehr nett finde ich aber, dass sie die Billette zurückerstattet haben.

Was ist Ihr Tip für Siebenschläfer-Neulinge?

Wetter: Man muss oft anstehen. Wenn man den Vorverkauf benutzt, kann man das vermeiden – sonst heissts früh genug vor Ort sein. Man sollte aber sicher gute Schuhe mitnehmen – und die Caipirinha-Bar besuchen.

Gehen Sie in sieben Jahren immer noch an die Siebenschläferparty?

Wetter: Das kommt auf meine Lebenssituation an. Dann bin ich wohl verheiratet, habe Kinder – aber wenn es irgendwie geht, schon.

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Wetter: Da gibts nur eine richtige Antwort: Auf meinen ersten Caipirinha dieses Jahr.

Interview: Kaspar Enz


St. Galler Tagblatt / Donnerstag, 21. Juni 2007

«Das ist längst kein Hobby mehr»

Vom 20. bis 22. Juli findet im Bilcheholz diemittlerweile achte Siebenschläferparty statt. Was als kleines, lokales Fest begonnen hat, muss längst professionell organisiert werden. Pius Angehrn sagt, wieso.

Herr Angehrn, was schwebte Ihnen vor, als sie 2000 die erste Siebenschläferparty organisierten?

Pius Angehrn: Wir wollten einfach einmal ein Fest im Sommer organisieren. Im Winter organisierten wir in Hagenwil ja jeweils ein Fasnachtsfest, und uns reizte es, etwas für den Sommer aufzuziehen.

Wie kommt es, dass die Siebenschläferparty im Wald stattfindet?

Angehrn: Wir planten zunächst ein Fest, da war nicht einmal der Wald ein Thema. Allerdings suchten wir nach einer geeigneten Lokalität. Als wir in meinem Wohnzimmer zusammensassen, sahen wir gerade an den bewaldeten Hügel gegenüber. Dort hatte Lothar eine grosse Schneise in den Wald gerissen und wir spannen die Idee, dass man das Gelände für das Fest nutzen könnte. Am gleichen Tag haben wir dann das Gelände besichtigt. Es eignete sich aber nicht, um mit Kühlwagen und dergleichen hochzufahren. Da meinte Ralf Eberle, bei ihnen gäbe es ein besser geeignetes Waldstück, das ebenfalls von Lothar in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Also sahen wir uns das Gelände an und waren gleich überzeugt, dass es sich für die Party eignet.

Die Durchführung im Wald gab keine Probleme?

Angehrn: Am Anfang rechneten wir mit 500 Leuten an der Party, auch wenn dann 1000 kamen. Dafür konnte die Gemeinde die Bewilligung ausstellen. Auch im zweiten Jahr ging alles noch über die Gemeinde. Nachher rechneten wir aufgrund unserer Erfahrungen mit höheren Zahlen, da musste die Bewilligung dann über den Kanton laufen. Aber die Gemeinde unterstützte uns dabei.

Auch von Seiten des Umweltschutzes kamen keine Einwände?

Angehrn: Mit unserem Konzept, den Boden für die Party mit Holzschnitzeln abzudecken, schonen wir den Waldboden. Klar sieht man nach dem Fest, wo sich die 4000 bis 5000 Menschen bewegt haben. Aber jetzt, ein paar Monate später und vor der nächsten Siebenschläferparty präsentiert sich das betreffende Waldstück als ganz normaler Wald. Niemand käme auf die Idee, dass hier in einem Monat eine riesige Party stattfinden würde.

Und die Tiere?

Angehrn: Wir haben das Ganze intensiv beobachtet, das heisst durch Jagdaufseher prüfen lassen. Diese sind zum Schluss gekommen, dass die Belastung für die Tiere tragbar bleibt, weil die Lärmquelle stationär ist. Auf diese Weise können sich die Tiere einfach tiefer in den Wald zurückziehen, sind aber nicht gejagt. Ein Jagdaufseher hat gar beobachtet, dass während des Festes rund 100 Meter vom Gelände entfernt ein Reh geäst hat. Die Tiere erobern sich das Waldstück dann auch gleich zurück, sobald unsere Bauten verschwunden sind.

Wie verhindern Sie, dass Ihre Gäste tiefer in den Wald eindringen und das Wild trotzdem belasten?

Angehrn: Wir sperren das Gelände systematisch mit Banden ab. Und entlang von den Waldrändern lassen wir das Dornengestrüpp gezielt stehen. Da kämpft sich niemand hindurch, ohne von Kopf bis Fuss zerkratzt zu werden. Wo man problemlos in den Wald spazieren kann, patrouilliert unser Sicherheitsdienst. Mit dem Verkehrskonzept – dass bei vollem Gelände nur noch Gäste mit Tickets aus dem Vorverkauf zum Festgelände hochgelassen werden – können wir den Druck auf den Wald weitgehend verhindern.

War von Anfang an geplant, aus der Siebenschläferparty einen Anlass zu machen, der regelmässig stattfindet?

Angehrn: So weit haben wir gar nicht gedacht. Aber die Party hat sich dann schnell einmal zu einer Institution entwickelt, die sich mittlerweile einen Ruf über die Kantonsgrenzen hinweg geschaffen hat und fest zum Sommerprogramm gehört.

Mit dem, dass die Party immer grösser geworden ist und mittlerweile jeweils 4000 bis 5000 Gäste zählt, ist auch der ganze Aufwand gestiegen. Ist der überhaupt noch tragbar?

Angehrn: Vor fünf Jahren haben wir die Cul GmbH gegründet, die offiziell Veranstalterin der Siebenschläferparty ist. Die Firma macht regelmässig Rückstellungen, damit auch einmal ein schlechteres Jahr verkraftet werden kann. Eine wichtige Rolle spielen auch unsere Sponsoren. Durch ihre Unterstützung tragen sie einen Teil des Risikos mit. Mit dem Wachstum der Party haben wir auch Erfahrungen gesammelt und ständig unsere Infrastruktur professionalisiert. Das und das erweiterte Programm verursachen natürlich aber auch höhere Kosten.

Und der persönliche Aufwand?

Angehrn: Mittlerweile hat sich die Organisation für mich alleine schon zu einem 10 bis 20 Prozent-Pensum entwickelt. Da ich selbständig bin, konnte ich mir das einrichten. Aber es ist längst nicht mehr nur ein Hobby, dem ich am Abend nachgehen kann.

Gibt es da noch keine Ermüdungserscheinungen?

Angehrn: Ein Jahr ohne Siebenschläferparty könnte ich mir gar nicht vorstellen. Aber dieser Sommer ist bei mir so viel los, dass ich froh bin, mich nicht um die Bauten kümmern zu müssen. Seit der Barbetrieb ein Teil meines Erwerbs ist, bin ich auf vielen Festen in der Region engagiert. Dieses Jahr sind wir mit der Siebenschläferbar beispielsweise eine Woche vor der Siebenschläferparty noch am Open Air in Frauenfeld. Das heisst dann, während wir dort abbauen, ist Ralf Eberle mit seinem Team dabei, das Gelände für die Siebenschläferparty einzurichten.

Nur die Schweissperlen tropften

Beste Bedingungen und zweimal «Full House» an der Siebenschläferparty im Bilchenholz

Amriswil. Ausverkauft am Freitag, ausverkauft am Samstag: Die sechste Auflage der Siebenschläferparty war ein voller Erfolg. Nach Regen, Sturm und Abbruch im letzten Jahr spielte das Wetter heuer mit.


CHRISTIAN BALLAT

Die vielen Helferinnen und Helfer im Vordergrund (Kasse, Einlasskontrolle, Bars und Grillstand) wie im Hintergrund (Abfall, WC, Sicherheit, Getränke-nachschub) hatten alle Hände voll zu tun. Zweimal ausverkauft: Das hatte es noch nie gegeben. Entsprechend motiviert waren sie auch überall anzutreffen. Immer da für den Besucher und die Besucherin. Bei den einen tropfte der Schweiss wegen der Arbeit, bei den anderen, weil sie sich ganz der Musik hingaben und dazu tanzten.

Die Organisatoren boten auch dieses Jahr wieder ein reich befrachtetes und abwechslungsreiches Programm, das weitum auf Begeisterung stiess. OK-Chef Pius Angehrn freute sich riesig über das diesjährige Wetterglück, hatte doch der letzt-jährige Sturm fast zum endgültigen Aus der Siebenschläferparty geführt. Weil am Samstagvormittag nicht abzuschätzen war, ob bis zum Abend der Regen aufhören würde, überdeckten die Organisatoren einige zusätzliche Teile des Festareals inmitten der Bäume mit Blachen. «Dadurch leidet die Atmosphäre etwas.» Davon war dann am Abend nichts zu spüren. Die Stimmung unter den Gästen erreichte schnell ihren Höhepunkt. Mit dazu beigetragen haben die DJs, die Livebands, aber auch die Spezialeinlagen wie etwa eine Modeschau oder eine Brakedancedarbietung. «Wir werden jetzt erst mal aufräumen», sagte ein zufriedener Pius Angehrn am Sonntag. «Und dann sehen, wie es im nächsten Jahr weitergeht.»

BEFRAGT: Riesiger Erfolg

Zum ersten Mal waren sowohl Freitag- wie Samstagabend ausverkauft. Was bedeutet das für Sie?
Die Leute haben sich an unsere Party gewöhnt und kommen - bei jedem Wetter. Es ist ein riesiger Erfolg. Darauf ist das gesamte OK stolz.

Es wollten mehr Besucher ins Areal, als eingelassen werden konnten. Welche Konsequenzen zieht das OK daraus?
Über die Zukunft haben wir uns noch nicht gross Gedanken gemacht. Wenn alles aufgeräumt ist, werden wir uns damit auseinander setzen, ob wir allenfalls das Partyareal vergrössern wollen oder können.

Am Familientag boten Sie diesmal keinen Brunch an. Hatte es dennoch Gäste?
Wir zählten am Sonntag gegen 400 Männer, Frauen und Kinder. Der Tag war ja als Frühschoppen ausgeschrieben, die «Swiss Oberkrainer» sorgten für Stimmung, der Kletterbaum des SAC Bodan wurde erstürmt. Der Brunch wurde in früheren Jahren von «Externen» durchgeführt. Bislang haben wir den richtigen Partner nicht gefunden, und im OK selbst fehlt der dafür nötige Bestand.

Wie fand der Shuttlebus Anklang?
Das Gratisangebot von und nach Amriswil wurde rege genutzt. Wir hatten an beiden Abenden durchgehend zwei Busse im Einsatz. (cba)

Pius Angehrn OK-Chef

Wörtlich

Mit Respekt
Ich bin zum ersten Mal hier als Mitglied der Security. Es ist lässig, hier in der Natur an einer Party dabei sein zu dürfen. Der Umgang unter den Besuchern ist lockerer als etwa in einer Disco oder einem Partyzelt. Wir sind hier, um mögliche Gewalt zu vermeiden, was vielfach gelingt. Der Umgang der Gäste mit uns und umgekehrt ist sehr respektvoll. (cba) ) Simone Hahn Thayngen

Einfach schön
Hier ist immer was los, immer ist es lustig. Die Siebenschläfer-party ist einfach schön. Der Wald und seine Bäume gibt dem Anlass eine ganz besondere, gute Atmosphäre. Auch geniessen wir es, an der frischen Luft feiern und tanzen zu können. Die Auswahl der Drinks ist gut, die Musik spricht uns an, die Stimmung ist toll und friedlich. (cba) Tamara Füger und Manuela Schönenberger Lömmenschwil und Häggenschwil

Tipptopp eingerichtet
Eine Party im Wald wollte ich immer schon mal erleben. Im letzten Jahr kam ich zu spät, weil es an der Abendkasse keine Tickets mehr gab. Heuer nutzte ich den Vorverkauf. Die Frauen und die tolle Musik sprechen mich am meisten an. Aber auch das Freilufterlebnis ist besonders, bezeichne ich mich doch auch sonst eher als Naturmensch. (cba) Mirco Eggenberger Henau

Viel sauberer
Ich kannte den Anlass früher nicht, die Informationen sind nicht bis zu mir durchgekommen. Aber dieses Mal hat es geklappt. Es ist super hier und es hat nur geile Leute. Sie sind auch viel sauberer als an anderen Partys, lassen nicht einfach allen Abfall überall rumliegen, toll. Begeistert bin ich auch von der Umgebung inmitten der Natur. (cba) Sandro Jung Bischofszell

Erschienen im: Tagblatt, Montag, 18.07.2005

Der süsseste Rekord aller Zeiten

An der Siebenschläferparty entstand eine über 500 Meter lange Roulade

AMRISWIL. Mit dem erfolgreichen Weltrekord-Versuch fand die vom Wetterpech heimgesuchte Siebenschläferparty im Bilcheholz ein versöhnliches Ende. Die längste Roulade der Welt misst seit gestern exakt 502,94 Meter.

GEORG STELZNER

Zeuge eines Weltrekords wird man nicht alle Tage. Dies dachten gestern viele Menschen. Und man musste gar kein Prophet sein, um voraussagen zu können, dass das Vorhaben, die längste Roulade auf dem Globus herzustellen, auch gelingen würde. Die Akribie, mit der sich alle darauf vorbereitet hatten, liess gar keinen anderen Schluss zu.

< Marktstände>
Aus nah und fern war das Publikum angereist, um die zwei Dutzend Bäcker, Konditoren und Köche bei ihrem ehrgeizigen Unterfangen anzufeuern. Als dann kurz nach 11 Uhr der erste von 800 Biskuitteigen mit Creme bestrichen wurde, säumten schon zahlreiche Schaulustige die 160 Jahrmarktstände, auf denen die geschichtsträchtige Backware Gestalt annehmen sollte. Für die Füllung wurden 450 kg Vanillecreme, 150 kg Schlagrahm und 100 kg Früchte benötigt.

Arbeitsteilung praktiziert
Mit Fortdauer des Versuchs kamen die gut eingespielten Teams immer besser in Schwung. So dauerte es nur wenig länger als angenommen, bis der von Gemeindeammann Peter Kummer gemessene Weltrekord vom Publikum bejubelt und vom Notar beglaubigt werden konnte. Eine lange Lebensdauer war der Weltrekord-Roulade freilich nicht beschieden. In Tausende Einzelstücke zerteilt, wurde sie umgehend zum Kauf angeboten.

Erschienen im: Tagblatt, Montag 19.07.2004

Siebenschläfer machte kein Auge zu

Organisatoren zeigen sich zufrieden mit vierter Siebenschläferparty

Zu hunderten lockte die Siebenschläferparty die Besucher ins
«Bilcheholz» bei Amriswil. Am Samstag war die Party ausverkauft - es
mussten sogar Leute wieder weggeschickt werden.


Nadine Kugler

Dröhnende Bässe, flackerndes Licht, reflektierende Disco-Kugel und
ausgelassene Stimmung: Die vierte Siebenschläferparty im «Bilcheholz»
bei Amriswil wurde ihrem Motto «Die verrückteste Waldparty, seit es
Tannen gibt», gerecht. Feierten am Freitagabend laut Veranstalter rund
2000 Besucher eine rauschende Party unter den Bäumen, war am
Samstagabend kaum ein freies Plätzchen auf der Waldlichtung zu
ergattern. Die Schlange vor der Abendkasse reichte bis weit zurück auf
die Strasse, und so mancher wünschte sich, ein Ticket im Vorverkauf
ergattert zu haben. Nach ersten Berechnungen seien rund 1000 Tickets
im Vorverkauf erworben worden.

Die Siebenschläferparty war am Samstag ausverkauft. Unzählige
Besucher wurden am späteren Abend gar nicht mehr erst zum
«Bilcheholz» hinaufgelassen, sondern schon in Hagenwil wieder
weggeschickt. «Für Autos hätten wir zwar noch Parkplätze gehabt, aber
nicht mehr für Besucher», erklärte Projektleiter Pius Angehrn am Sonntag
ziemlich übernächtigt. «Wir sind mit der Besucherzahl sehr zufrieden.»

Tanz, Gesang und Akrobatik

Auch dieses Jahr bot die Siebenschläferparty ein vielfältiges Programm.
Standen die vorwiegend jüngeren Besucher am Samstagabend zuerst
noch auf der Tanzfläche, ohne sich gross zur aus den Lautsprechern
dröhnenden Techno-Musik zu bewegen, änderte sich das nach dem
Auftritt der Tanzformation «Joyfull Elements» schlagartig. Angespornt von
deren aufreizenden Bewegungen zu Hip-Hop-Klängen, stand danach
kaum noch ein Fuss ruhig auf der Tanzfläche, während DJ Greg immer
neue Songs aus den aktuellen Charts und von früheren Hitparaden
auflegte. Bewunderung ernteten aber nicht nur die Tänzerinnen von
«Joyfull Elements», sondern auch die Acappella-Formation Tuningforks
und die Gruppe «Konterschwung» mit ihrer Show. «Wir haben darauf
geachtet, mit dem Programm möglichst viele Leute anzusprechen»,
erläuterte Pius Angehrn. Er habe zwar vom Programm selbst am
Samstag nicht viel mitbekommen, aber bei den Besuchern sei es gut
angekommen. Für den reibungslosen Ablauf der Party standen 125
Helfer im Einsatz. «Die Siebenschläferparty verlief sehr friedlich», erklärte
Pius Angehrn.

Abbrucharbeiten begonnen

Ob es eine weitere Siebenschläferparty im Wald gebe? «Ja, es gibt eine
Fortsetzung», sagte Nicole Eberle, zuständig für Personal und Catering,
am Sonntag. Mit dem Abbruch der Infrastruktur im Wald wurde noch
gestern Nachmittag angefangen. Ziel sei, dass heute Montagabend alles
aufgeräumt sei, betonte Pius Angehrn.

Von Atmosphäre im Wald fasziniert

Am Sonntagmorgen lockte das Brunch-Buffet zahlreiche Gäste in den
Wald. Die Amriswiler Confiserie Wellauer AG verwöhnte die Besucher mit
Zopf, verschiedenen Broten, Croissants, Bichermüesli, Käse und Fleisch
- einfach allem, was das Herz der Frühstückshungrigen begehrte. «Wir
sind zufrieden mit dem Aufmarsch», sagte Trudi Brüschweiler, die
gemeinsam mit ihrem Mann Georg den Brunch im Wald koordinierte und
leitete. Seien am Donnerstag noch keine Anmeldungen für das Frühstück
zu verzeichnen gewesen, hätten sich dann doch noch hundert Leute bis
am Samstagabend angekündigt. Wahrscheinlich hätten viele erst
abwarten wollen, wie die Wetterprognosen für das Wochenende lauteten,
erklärte Trudi Brüschweiler.

«Weil wir den Brunch zum ersten Mal durchführten, waren wir zuerst
skeptisch.» Doch jetzt sei sie von der Atmosphäre im Wald fasziniert. Das
Wetter sei für einen solchen Anlass hervorragend. Acht Helfer standen im
Einsatz, um für das Wohl der Frühstückenden zu sorgen. «Bei uns
herrscht fast ein Familienbetrieb.» Nachdem der erste Brunch im Wald so
gut verlaufen sei, könne sie sich sofort vorstellen, auch im nächsten Jahr
wieder ein Frühstück zu organisieren, sagte Trudi Brüschweiler. (kug)

Erschienen im: Tagblatt, Montag, 21.07.2003

Alles andere als einschläfernd

Grosser Andrang bei der Siebenschläferparty im «Bilcheholz»

Unzählige Besucher lockte die dritte Siebenschläfer-party in den Wald ins
«Bilcheholz» bei Amriswil. Musik aus vier Jahrzehnten und verschiedene
Events auf der Bühne sorgten für gute Unterhaltung.

Nadine Kugler

«Die dritte Siebenschläferparty hat unsere Erwartungen erfüllt», erklärte
Projektleiter Pius Angehrn gestern auf Anfrage. Genaue Besucherzahlen
könne er allerdings noch keine nennen. Hunderte Besucher feierten am
Freitag- und Samstagabend eine rauschende Party im Wald. Fetzige
Rhythmen aus verschiedensten Stilrichtungen regten zum Mitschunkeln,
-singen und -tanzen an. Getanzt wurde allerdings fast häufiger neben als
auf der extra erstellten Tanzfläche.

Auftritte auf der Bühne

An den verschiedenen Bars herrschte Grossandrang. Bevor man sich
dort allerdings verpflegen konnte, musste man die «Bank» auf dem
Gelände aufsuchen und sein Geld gegen das erforderliche
«Siebenschläfer-Zahlungsmittel» eintauschen. Die neue Saftbar habe
sich bewährt, sagte Pius Angehrn. Auf dem Partyareal konnte aber nicht
nur der Durst gestillt werden, ein vielfältiges kulinarisches Angebot
verköstigte auch die hungrigen Gäste. Unterhalten wurden die Besucher
an den beiden Abenden nicht allein durch gute Musik, sondern auch mit
verschiedenen Live-Acts auf der Bühne. So heizte beispielsweise am
Freitagabend die Tanzformation «Move Attack» dem Publikum so richtig
ein. Zu Sound aus den Charts bewegten sich die Tänzerinnen und Tänzer
mal aufreizend, mal sportlich-akrobatisch, aber immer mitreissend auf
der Bühne. «Move Attack» nahm die Zuschauer zudem auf einen Ausflug
zu den Blues Brothers und eine Reise zu fernöstlich angehauchten
«Kampf-Tänzen» mit. Am Samstagabend kamen die Modeinteressierten
an der Siebenschläferparty bei der Cigaro-Jeanswear-Show auf ihre
Kosten. Ausserdem sorgte die Gruppe «Sinius» aus Amriswil mit
Ausschnitten aus ihrem aktuellen Bühnenprogramm für Stimmung.

Rund 100 Helfer im Einsatz

Rund 100 Helferinnen und Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf
der Siebenschläferparty. Mit dem Nachschub habe es die ganze Zeit gut
geklappt, so Pius Angehrn. Zum ersten Mal seien dieses Jahr auch
Tickets im Vorverkauf erhältlich gewesen. Diese Neuerung habe sich
bewährt, denn der Andrang an der Kasse sei nicht so gross gewesen
und daher die Wartezeiten nicht allzu lang.

Aufräumarbeiten angefangen

Er habe sich mit den anderen OK-Mitgliedern noch nicht über eine
Fortsetzung der Siebenschläferparty unterhalten, erläuterte Pius Angehrn
gestern. «Aber Erfolg verpflichtet», schmunzelte er. Es werde sicher
wieder etwas auf die Beine gestellt. Gestern Morgen waren die
Helferinnen und Helfer mit den Aufräumarbeiten im Wald beschäftigt. Die
Technik sei bereits abgebaut worden, das DJ-Pult stehe allerdings noch.
Der Abfall sei beseitigt und das Feld für den Waldbrunch des
Agro-Vereins geräumt worden, so Pius Angehrn. Die ganze Infrastruktur
müsse aber später noch abgebaut werden.

Erschienen im: Tagblatt, Montag, 22. Juli 2002